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Reise zur Europapreisverleihung nach Landerneau 29.01.2012

Der Stadtrat für internationale Beziehungen der Hünfelder Partnerstadt Landerneau, Michel Riou, brachte es bei der Europapreisverleihung in Landerneau auf den Punkt: „Heute schreiben wir eine der schönsten Seiten der Geschichte, die Landerneau und ihre Partnerstadt Hünfeld seit 43 Jahren teilen."
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung konnte der zuständige Abgeordnete des Europarats, Axel Fischer, den Europapreis nun auch an die Stadt Landerneau überreichen, die diesen Preis für das Jahr 2011 gemeinsam mit Hünfeld erhalten hatte.
Dazu reiste eine rund 50-köpfigen Delegation aus Hünfeld an. Im Rahmen einer Bürgerbegegnung führte Sie die Anreise durch die Normandie, wo u.a. das Teppichmuseum „Musée de Tapisserie" in Bayeux besichtig wurde.

Der Bundestagsabgeordnete Axel Fischer, der gemeinsam mit Mitgliedern des zuständigen Unterausschusses des Europarates nach Landerneau gekommen war, würdigte den breit gefächerten Austausch, den insbesondere Landerneau und Hünfeld gemeinsam pflegen. Durch die städtepartnerschaftlichen Verbindungen trage Landerneau unermüdlich dazu bei, dass die Idee Europas Bestand habe. Gemeinsam mit Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel konnte er den Europapreis, der als „Wanderpokal" im August bereits in Hünfeld übergeben worden war, an den Bürgermeister von Landerneau, Patrick Leclerc, überreichen. Als besonderes Geschenk der Stadt Hünfeld hatte Dr. Fennel nicht nur eine Glastafel mitgebracht, die in gleicher Weise wie am Hünfelder Rathaus dauerhaft an dieses Ereignis erinnern sollte, sondern auch ein Bläserquintett mit Sofia Reuter, Jan-Philipp Meyer, Christian Laibach, Patrick Weber und Felix Blum, die während der Festveranstaltung das Rhönlied intonierten.

Für Patrick Leclerc, Landerneaus Bürgermeister, stellt diese Auszeichnung einen Höhepunkt in der langen Freundschaft beider Städte dar. Landerneau und Hünfeld erlebten Europa wie eine Berufung und eine große Chance. Er erinnerte auch an die Verdienste seiner Amtsvorgänger Theophile Le Borgne, Ferdinand Gral, Paul Jarry und Jean-Pierre Thomin. Die Freundschaft habe keine politische Farbe, sondern sei von großer Kontinuität geprägt. Auch erinnerte er an den Satz des Landerneer Gründungsbürgermeisters Theophil Le Borgne, der schon vor über 40 Jahren festgestellt habe, dass die Brücke zwischen beiden Städten tragen werde, denn sie sei errichtet auf dem Granit der Bretagne und dem Basalt der Rhön.

Am Vorabend der Verleihung des Europapreises gab es eine öffentliche Konferenz in der Stadthalle von Landerneau, im Family, mit dem Schweizer Nationalrat Felix Müri, der Europaabgeordneten Agnès Le Brun, dem Präsident der Europäischen Bewegung der Bretagne, Luis Joudan, dem Universitätsprofessor Olivier Verdrine sowie dem Präsident des Maison de l'Europa in Brest, Emmanuel Morucci sowie Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel zum Thema „Brauchen wir Europa?"
Zusätzlich gab es auch ein Fest der Kulturen auf dem Marktplatz mit Musik und Informationsständen sowie ein offizielles Festessen, das durch die Hünfelder Musiker, durch die keltischen Komponisten Anne Postic und Pierre-Antoine Colas sowie die Folkloreformation Eskell aus Landerneau mit gestaltet wurde.

Im Rahmenprogramm der Bürgerbegegnung konnte man die Bucht von Brest besichtigen und anschließend ging es dabei per Schiff die Elorn flussaufwärts hinauf bis nach Landernau, wo am Abend dann die Abendveranstaltung im „Family" stattfand. Der Dankgottesdienst St. Huardin, der gemeinsam durch den Ehrenvorsitzenden des Hünfelder Partnerschaftsvereins, Pfarrer Eugen Kutzka, und seinen französischen Amtsbruder Jacques Bihan zelebriert wurde, erinnerte Kutzka daran, dass Europa und in dessen Zusammenhang auch die Partnerschaft vor allem und zuerst ein großes Friedenswerk nach den verheerenden Kriegen, die dieser Kontinent gesehen habe, sei.

Im weiteren Tagesverlauf wurde dann ein Ausflug durch die Bretagne unternommen, wobei u.a. der historische Stadtkern von Concarneau und eine Brennerei besichtigt wurde. Am Dienstag auf der Rückreise hatten alle Teilnehmer noch die Gelegenheit, bei dem Übernachtungsstopp die südöstlich von Paris gelegene Stadt Troyes zu besichtigen.

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