Herzlich Willkommen! Bienvenue! Witamy!

Sie befinden sich hier: Berichte

20 Jahre Städtepartnerschaft Hünfeld - Proskau 06.03.2018

Bande der Freundschaft mit Proskau wurden vertieft

20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft in Proskau gefeiert / Mahnung zur Verteidigung gemeinsamer europäischer Werte / Europahymne mit internationalen Orchestern

 

Hünfeld/Proskau. Proskau in Oberschlesien und Hünfeld haben das Versprechen ihrer unverbrüchlichen Freundschaft und Städtepartnerschaft im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen eindrucksvoll bekräftigt. Bürgermeister Stefan Schwenk rief in einer Feierstunde zur Wahrung gemeinsamer Werte wie Freiheit und Demokratie auf, seine Prokauer Amtskollegin Roza Malik brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass das Fundament dieser Freundschaft auch in unruhigen Zeiten nicht wanken möge, und Elisabeth Omnes, Stadträtin von Hünfelds französischer Partnerstadt Landerneau zeigte sich aufrichtig bewegt, dass auch Landerneau an dieser besonderen Freundschaft teilhaben dürfe. Hünfeld und Landerneau werden im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft feiern.

 

Den würdigen Rahmen für die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft bot die große Orchesterparade, die in Proskau bereits zum neunten Mal mit internationalen Orchestern ausgetragen wurde. Zu Gast waren unter anderem Kapellen aus Tschechien, aber auch Eskell und Bagat aus Landerneau und von Hünfeld das Schulorchester Blow von der Wigbertschule sowie die Rückerser Dorfmusikanten. Trotz des regnerischen Wetters säumten viele hundert Zuhörer bei dieser Parade Straßen der oberschlesischen Stadt und trafen sich anschließend zu einem großen Finale, bei dem alle Orchester die Europahymne anstimmten, wozu ein spektakuläres Feuerwerk angezündet wurde.

 

Bereits am ersten Abend in Proskau hatten die Gäste aus Hünfeld und Landerneau mit ihren Gastgebern aus Proskau das 20-jährige Bestehen feierlich begangen. Bürgermeister Stefan Schwenk und seine Proskauer Amtskollegin Roza Malik schnitten eine überdimensionale Geburtstagstorte an. Die Hünfelder hatten auf der Hinfahrt ein polnisches Geburtstagslied einstudiert, mit dem sie ihre Gastgeber überraschten. Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgte das Jugendorchester Caprys, das bereits mehrfach in Hünfeld Konzerte gab, das Schulorchester Blow aus Hünfeld, die Rückerser Dorfmusikanten und das Gemeindeorchester aus Proskau. Durch das Programm des Abends führten Aneta Lissy-Kluczny und Norbert Rasch, die auch die neuen Repräsentanten des Proskauer Partnerschaftsvereins vorstellen konnten. Dieser wird künftig geführt von Bianca Zapula und Dominika Styra. Vorausgegangen war ein Gottesdienst, den Pfarrer Krystian Czaja und der Ehrenvorsitzende des Hünfelder Partnerschaftsvereins, Eugen Kutzka, gemeinsam zelebriert hatten. Hünfelds Bürgermeister Schwenk erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft mit Besuchen seines Amtsvorgängers Dr. Eberhard Fennel und einer kleinen Hünfelder Delegatiion sowie Gegenbesuchen des damaligen Bürgermeisters Bernard Lellek, die schließlich 1997in die offizielle Partnerschaft gemündet seien. Damals sei es noch keineswegs so wundervoll selbstverständlich gewesen, dass sich Menschen aus Hünfeld und Proskau begegnen konnten. Das gemeinsame Haus Europa habe einige Risse bekommen und sei in schwieriges Fahrwasser geraten. Umso mehr mahnte er ein engagiertes Eintreten für das einige Europa als erfolgreiches Friedensprojekt an. Nur gemeinsam könnten Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Frieden verteidigt werden. Seine Proskauer Amtskollegin Roza Malik dankte den Hünfeldern, die anfangs vielfältige Unterstützung beim Aufbau eines demokratischen Gemeinwesens in Proskau geleistet hätten. Besonders erinnere sie sich an die Hilfen nach der verheerenden Oder-Flut, als fünf Stadtteile von Proskau überflutet worden waren. Diese Freundschaft habe über 20 Jahre die Menschen zueinander gebracht, von Proskau, über Hünfeld bis nach Landerneau. Elisabeth Omnes, Stadträtin aus Landerneau, forderte Franzosen, Deutsche und Polen dazu auf, gemeinsam Hand in Hand eine schönere Zukunft für die Kinder aufzubauen und die Basis für die Einheit Europas zu erhalten. Sie hoffe zuversichtlich, dass Polen, Deutsche und Franzosen gemeinsam neue Projekte und neue Freundschaften hervorbringen könnten.

 

Altbürgermeister Bernard Lellek erinnerte an die Anfänge der besonderen Freundschaft mit Hünfeld. Damals hätten die Hünfelder Proskau schon unterstützt. So wurde das Krankenhaus mit medizinischen Artikeln versorgt, ein in Hünfeld außer Dienst gestelltes Feuerwehrfahrzeug und ein Rettungswagen überführt. Den Menschen sei durch Feuerwehr, THW und vielen Spenden nach der Oder-Flut geholfen worden. Er sei dankbar, an dieser großen Freundschaft mitgewirkt zu haben.

Seite: 1




*
*
*
* Pflichtfeld